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Dienstag, Oktober 24, 2017
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Stute

Interview mit

Andreas Stute,

Geschäftsführer, Intercam Deutschland GmbH, Bad Lippspringe

"Solange bestimmte Probleme nicht abschließend gelöst sind, bleiben Cloud‐Computing ebenso wie die flächendeckende digitale Fabrik noch ein Wunschgedanke"


Neue Fertigungstechnologien, das Streben nach der digitalen Fabrik oder das Arbeiten in der 'Wolke' sind aktuelle Themen bei der CAD/CAM Programmierung von Werkzeugmaschinen (WZM). Mastercam bietet mit seiner PC‐basierten CAD/CAM-Software zahlreiche Funktionalitäten für das Fräsen in 2 bis 5 Achsen, Drehen, Drahten, künstlerische Reliefbearbeitung, 2D‐ und 3D‐Design, Flächen‐ und Solid Modeling. developmentscout sprach mit Andreas Stute über Entwicklungsstand und Trends seiner Branche sowie die neue Version X6, die Mastercam in den Fokus des Messeauftritts stellen wird.

developmentscout:  Wie ist der aktuelle Entwicklungsstand der CAD/CAM Programmierung insgesamt und für den Werkzeugmaschinenbau insbesondere?

Stute: Aktuell stehen bei CAD/CAM‐Software‐Lösungen neue Verfahren der Bearbeitung im Fokus. Hier sind vor allem die neuen Strategien zur Mehrachsenbearbeitung zu nennen, aber natürlich auch die modernen HSC‐Werkzeugwege. Neue Verfahren in diesem Bereich sorgen für schonende Bearbeitungen sowie enorme Zeitersparnis und demnach für signifikante Kostenreduktionen. Hier sind wir in der Entwicklung in den vergangenen Jahren sicherlich einen großen Schritt vorangekommen. Gleiches gilt für die Benutzerfreundlichkeit der PrograIntercammme: In "Mastercam" zum Beispiel finden sich für die Erzeugung der Werkzeugwege einfache, dem Arbeitsablauf angepasste Benutzeroberflächen, die den Anwender Schritt für Schritt anhand einer bebilderten Menüführung durch einen klar strukturierten Arbeitsprozess führen. Das ergibt einen enormen Gewinn für jeden Anwender. Darüber hinaus ist auch die Virtualisierung ein wichtiger Faktor geworden: Das Überprüfen von Werkzeugwegen mittels simulierter Maschinen bringt enorme Vorteile mit sich und hilft den Anwendern, die Fehlerquote möglichst gering zu halten.

developmentscout: Wohin geht der Trend aus der Sicht Ihres Unternehmens bei der CAD/CAM Programmierung von Werkzeugmaschinen?

Intercam2Stute: Bedingt durch den hohen Fertigungsdruck in Deutschland erarbeiten wir kontinuierlich mit unseren Kunden und Partnern Strategien, um die Programmierung der Bearbeitungsmaschinen noch effektiver zu machen. Seitens Mastercam ist es unser Ziel, noch effektivere Werkzeugwege zu erarbeiten und für das Bearbeiten neuer Materialien mit neuen Werkzeugen die bestmöglichen Strategien für eine effiziente Produktion an die Hand zu geben. So gibt es beispielsweise Power‐User, die von uns ein umfangreiches Sortiment an Werkzeugen im Bereich der CAM‐Programmierung fordern, um bestimmte Spezialanwendungen zu realisieren. Dies wird zukünftig sicherlich immer mehr an uns heran getragen werden. In den Fokus rücken aber auch zunehmend automatisierte Bearbeitungsprozesse, die den Anwendern eine Vielzahl von Arbeitsschritten abnehmen – ebenso wie Virtualisierungs-Verfahren, die die Kontrolle erleichtern. All diese Anforderungen stellen eine große Herausforderung dar, der wir uns gerne stellen.

developmentscout: Welchen Einfluss hat der Einzug der Generativen Fertigung in neue Anwendungsgebiete wie dem Maschinenbau, Werkzeug‐ und Formenbau oder der Medizintechnik auf die CAD/CAM-Programmierung?

Stute: Neue Werkstoffe erfordern neue Arbeitsweisen und auch neue CAM‐Strategien. Rapid Prototyping ist ein wichtiger Teilbereich in diesem Prozess, dem auch Mastercam Rechnung trägt. Diese Entwicklung wird sich auf alle erdenklichen Anwendungsgebiete gleichermaßen aus.

developmentscout: Wie steht Ihr Unternehmen zu dieser Technologie?

Stute: Die Anforderungsprofile sind heute in allen Bereichen sehr hoch. Für uns ist es wichtig, dass unsere Software ständig mit den Kundenanforderungen wächst und sich somit an den Bedürfnissen der Anwender orientiert. Auch diesem Bereich tragen wir mit unserer Software Rechnung.

developmentscout: Auf welchem Streckenabschnitt befinden wir uns aus Ihrer Sicht auf dem Weg zur digitalen Fabrik. Welche Rolle spielt dabei die CAD/CAM Programmierung?Intercam3

Stute: Bereits seit einigen Jahren ist die digitale Fabrik ein Wunsch, an dessen Umsetzung bis heute intensiv gearbeitet wird. Die CAD/CAM‐Programmierung hat innerhalb dieses Prozesses sicherlich einen sehr wichtigen, wenngleich auch nur kleinen Anteil. Der Bereich CAD/CAM ist eben nur eine Ebene innerhalb der verschiedenen Stufen einer digitalen Fabrik. Allerdings denke ich auch, dass wir im CAD/CAM‐Bereich unsere Hausaufgaben diesbezüglich schon ganz gut gemacht haben. So haben wir verschiedene Virtualisierungsmodelle wie die Maschinensimulation innerhalb unserer neusten Softwaregeneration Mastercam X5 standartmäßig implementiert. Sie helfen dabei, vorab komplexe Werkzeugwege zu visualisieren und zu überprüfen.

developmentscout: Benötigt die CAD/CAM Welt das Cloud Computing?

Stute: Der Grundgedanke des Cloud Computings ist die zentrale Verwaltung wichtiger Firmendaten mittels zentralisierter IT‐Infrastrukturen, bei denen sich die hohen Hardwareanforderungen auf eine zentrale Einheit konzentrieren. Allerdings sind in diesem Bereich immer noch einige Grundprobleme zu lösen: Diese sehe ich vor allem in den hohen technischen und infrastrukturellen Anforderungen, beispielsweise an Hardware und Netzwerk. Andererseits ist auch die Frage der Datensicherheit sowie des Datenschutzes noch nicht zur vollen Zufriedenheit aller Beteiligten geklärt. Solange diese Probleme nicht abschließend gelöst sind, bleiben Cloud‐Computing ebenso wie die flächendeckende digitale Fabrik noch ein Wunschgedanke. Trotzdem sehen wir hierin als CAD/CAM‐Lösungsanbieter ein enormes Potential für unsere Kunden. Das zentrale Speichern von Daten hat im Fertigungsbereich zahlreiche Vorteile: Man denke nur an den vereinfachten Zugriff auf Fertigungsdaten für verschiedene Mitarbeiter auf der einen, aber auch an die Vermeidung von unberechtigten Zugriffen durch lokal gespeicherte Daten auf der anderen Seite. Gerade im Bereich der Geheimhaltung von Fertigungs‐Know‐how könnte das Cloud Computing entscheidende Vorteile bringen.

developmentscout: Welche Neuheiten werden Sie auf der EMO präsentieren?

Stute: Mastercam wird gemeinsam mit allen Vertriebspartnern die Neuheiten rund um die kommende Mastercam‐Softwaregeneration Mastercam X6 präsentieren. Im Fokus werden hier deren neue Bearbeitungsstrategien stehen, die wir exklusiv vorstellen werden. Darüber hinaus präsentieren wir natürlich unser aktuelles Software‐Portfolio mit den vielfältigen Anwendungsmöglichkeiten in den Bereichen Werkzeug‐, Formen‐ und Maschinenbau sowie Holz‐, Stein‐ und Kunststoffbearbeitung, vor. Weiterhin werden wir unser Zusatzprodukt "Robotmaster" zeigen und „live“ auf unserem Stand die diversen Anwendungsgebiete dieser zukunftsweisenden Technologie demonstrieren. Selbstverständlich soll die EMO uns natürlich auch als Kommunikationsplattform dienen, so dass wir über alle potentiellen und aktuellen Kunden freuen, die wir auf unserem neu gestalteten Messestand begrüßen dürfen.

EMO Halle 25, Stand J26

Das Interview führte Chefredakteurin Angela Scheufler.


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