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Samstag, Dezember 16, 2017
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Thomas BeckerInterview mit

Thomas Becker,

Geschäftsführer Bonfiglioli Deutschland GmbH, Neuss:

„Wir haben in Deutschland eine gute Mischung aus deutschen Tugenden und italienischer Kreativität.“


Bonfilijoli spricht sich der italienische Firmenname, Bonfiglioli wird er geschrieben: So wohlklingend sind nun auch wieder die Zahlen. Beim italienischen Antriebsspezialisten und seinen deutschen Töchtern geht es aufwärts. Unterstützt wird der Schwung mit neu strukturierten Geschäftsbereichen, dem Ausbau der Aktivitäten als Lösungsanbieter und dem Fokus auf grüne Energien. developmentscout sprach mit Thomas Becker nicht nur über Planetengetriebe, die das Butter und Brot-Geschäft des Herstellers sind.

developmentscout: In Europa hatten Sie 2009 Umsatzeinbußen von 50 Prozent. Das klingt überdurchschnittlich viel.

Becker: Bonfiglioli hat unterschiedliche Geschäftsbereiche, in denen wir diesbezüglich jeweils auf Augenhöhe mit unserem Wettbewerb liegen. Die mobilen Anwendungen haben dabei extrem zu Buche geschlagen und damit das Gesamtergebnis beeinflusst.

developmentscout: Sie möchten Ihre Aktivitäten als Solution Provider ausbauen. Wo sehen Sie die Schnittstelle für Ihre Lösungen?

Becker: Das kommt auf die Branche an. Im Geschäftsbereich der Mobilen Anwendungen liefern wir die absolut angepasste hydraulische Lösung und decken damit komplett die mechanische Ausstattung ab. Das beinhaltet beispielsweise die Adaption spezieller Übersetzungen und Auslegungen mit dem passenden Hydraulikmotor. Im Industriesektor gehen unsere Lösung vom speziellen mechanischen Getriebe über den entsprechenden Motor hin zur Elektronik in Form der Frequenzumrichter sowie den Steuerungskomponenten. Wir konnten uns in diesem Bereich in den letzten Jahren etablieren und sind somit mitten drin im Ausbau. Zuvor hat Bonfiglioli ja das reine Prozessgeschäft betrieben. Von den damit verbundenen großen Stückzahlen bewegen wir uns mehr und mehr weg - hin zur applikationsorientierten Lösung.

developmentscout: Sind Ihre Fertigungskapazitäten bei der aktuellen Auftragslage auch schon wieder so eng wie das bei Ihren Marktbegleitern teilweise der Fall ist?

Becker: Ja, auch wir kommen bereits wieder an die Grenzen. Nachdem uns unsere hohe Fertigungstiefe während der Krise Probleme bereitet hat, haben wir hier Konsequenzen gezogen. Jetzt haben wir die externen Lieferanten stärker eingebunden und fertigen heute korrespondierende Teile intern und extern. Damit können wir künftig sehr flexibel auf Konjunkturschwankungen reagieren.

developmentscout: Welche Rolle spielt der asiatische Markt, in dem ja die Windenergie aktuell einen Boommarkt darstellt?

Becker: Wir haben in den letzten Jahren sehr viel in Indien und China investiert. Allein in Indien arbeiten heute bereits 600 Mitarbeiter. In China bauen wir derzeit eine Fertigung für Pitch- und Azimutgetriebe auf. Aber das ist kein so einfaches Geschäft, weil besonders in China die regionalen Hersteller sehr stark agieren. Dennoch wollen wir hier zweistellig wachsen. Das ist auch notwendig um die ursprünglichen Umsatzgrößen generieren zu können.

developmentscout: Wie innovativ ist Bonfiglioli?

Becker: Wir arbeiten an vielen innovativen Themen: Im Baumaschinenbereich beschäftigen wir uns mit der Elektrifizierung der Antriebe. Hier sehen wir ein nicht unerhebliches Potenzial darin, die hydraulischen Antriebe zu ersetzen. Das wird nicht leicht werden, denn der Markt ist sehr konservativ. Im Bereich Windkraftgetriebe sehen wir in der Standardisierung einen wichtigen Ansatz für die Kostenreduktion. Auch wenn das Getriebe nicht das innovativste Bauteil einer Anlage darstellt, wäre es doch sehr innovativ, mittels Standardisierung die viel zu vielen Varianten zu vereinheitlichen. Ein ungewöhnliches Konzept hat unsere Business Unit Mobile & Wind entwickelt: Statt der üblichen Kombination aus Zahnkranz und Ritzel wird dabei der Direktantrieb favorisiert. Das ist ein sehr innovativer Ansatz, ich bin selbst gespannt was daraus werden wird. Zur Hannover Messe 2011 werden wir verschiedene innovative Produktneuheiten präsentieren, über die ich aber noch nichts verraten möchte.

developmentscout: Wie italienisch ist Bonfiglioli Deutschland?

Becker: Wir haben in Deutschland eine gute Mischung aus deutschen Tugenden und italienischer Kreativität. Das spiegelt sich wieder in unserem starken Engagement für die Erfüllung der Bedürfnisse unserer Kunden. Die Kreativität wird sich sicherlich auch in unserem neuen Corporate Design wiederspiegeln, welches ich heute schon einmal für 2011 ankündigen darf.

Das Interview führte Chefredakteurin Angela Scheufler.


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