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Dienstag, August 22, 2017
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igusIgus hat jetzt einen Gleitlager-Werkstoff entwickelt, der zu 54 % auf nachwachsenden Rohstoffen basiert. Statt aus endlichem Rohöl wird das Basispolymer des „Iglidur N54“-Gleitlagers überwiegend aus pflanzlichem Öl gewonnen. Der mechanisch und tribologisch optimierte Biokunststoff des Unternehmens sei universell einsetzbar im Niedriglastbereich. Produktmanager René Achnitz: „Das schmierfreie N54 reiht sich im breiten Portfolio unserer Hochleistungswerkstoffe bei den Werkstoffen für sporadische, niedrig belastete Anwendungen ein und ist ein erster, ernsthafter Schritt in Richtung 'grünes Lager'.“ Neben dem allgemeinen Maschinenbau sieht der Kunststoffspezialist vor allem im Konsumgüterbereich Märkte, zum Beispiel in Möbeln oder anderen Alltagsgebrauchsgegenständen.

igus2Das Bio-Lager reiht sich nahtlos in das Unternehmenskonzept ein, für mehr und mehr Anwendungen, die mit geschmierten metallischen Gleit- und Wälzlagern arbeiten, umweltgerechtere Alternativen zu entwickeln. Zum einen leisten Iglidur-Lager ihren Beitrag zur Ressourcen- und Umweltschonung durch ihre inkorporierten Festschmierstoffe. Polymerlager von igus benötigen kein Öl und Fett, sind schmier- und wartungsfrei, so dass keine Kontaminationsstoffe in die Umwelt gelangen. Hinzu kommt ihr gegenüber metallischen Optionen geringes Gewicht, was zu geringeren Massen und damit zu weniger Energieverbrauch führt. Überdies sieht die Energiebilanz beim Herstellen von Kunststoffen deutlich besser aus als bei Metallen. Während die Produktion von 1 l Aluminium eine Energie von 15 l Rohöl erfordert und 1 l Stahl so berechnet rund 11 l Rohöl benötigt, braucht 1 l Kunststoff beim Herstellen nur durchschnittlich 1,8 l Rohöl. Dieser Wert werde voraussichtlich noch weiter sinken, so igus, aufgrund der großen Fortschritte bei der Polymergewinnung auf pflanzlicher Basis. Nach Angaben des Branchenverbandes European Bioplastics soll die Produktionskapazität für Biokunststoffe von rund 700.000 t im Jahr 2010 auf rund 1,7 Millionen t bis 2015 wachsen.


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