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Dienstag, Oktober 17, 2017
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intrion0212Das Additive Manufacturing-Verfahren des Lasersinterns hat einen Reifegrad erreicht, mit dem sich auch hoch beanspruchbare Komponenten für die Industrieautomation herstellen lassen. Ein Beispiel dafür gibt die Intrion NV, für die Materialise maßgeschneiderte Robotergreifer fertigt.

Bei den maßgeschneiderten Automationslösungen u. a. für das Montieren, Etikettieren, Verpacken, Verteilen, Kommissionieren und Versenden von Produkten spielen Greifer eine wichtige Rolle. Wenn es um komplexe Handling-Aufgaben geht, um empfindliche Produkte oder sehr hohe Taktgeschwindigkeiten, entwickelt Intrion kundenspezifische Greiforgane für die zumeist roboterbasierten Handhabungssysteme. Traditionell wurden diese Greifer mit spanabhebenden Technologien aus Aluminium gefertigt. Unlängst hat sich Intrion entschieden, diese Produkte mit den Verfahren des „Additive Manufacturing“ zu produzieren, und hat Materialise mit der Produktion der ersten Greiforgane beauftragt.

Für diese Entscheidung gibt es gute Gründe. Erstens ist der verwendete Werkstoff, ein spezielles Polyamid, leichter. Dessen Einsatz ermöglicht eine höhere Robotergeschwindigkeit und kürzere Taktzeiten bei geringem Energieverbrauch. Vor allem die Beschleunigungswerte, die erreicht werden, sind beeindruckend und deutlich höher als die von Aluminiumkomponenten. Ein zweiter Vorteil des Additive Manufacturing sind die kurzen Projektierungs- und Fertigungszeiten. Innerhalb von zwei Wochen steht ein erstes Muster bereit, das getestet und optimiert werden kann. Die Fertigung dauert nur wenige Stunden. Drittens erlaubt das Lasersintern im Vergleich zur spanenden Fertigung sehr viel größere Design-Freiheiten. Ein ganz wesentlicher Vorteil besteht darin, dass Kanäle für die Zuführung von elektrischem Strom, Signalen und Druckluft direkt in den Greifer integriert werden können. Auch elektronische Bauteile lassen sich in die Konstruktion einfügen. Darüber hinaus ist der Anwender flexibler, wenn Anpassungen an der Anlage vorgenommen werden sollen. Dann wird basierend auf vorhandenen Konstruktionsdaten schnell ein neuer Greifer produziert.

Mit Blick auf die Optik und die Funktionseigenschaften muss der Anwender von lasergesinterten Greifergehäusen keine Einschränkungen in Kauf nehmen. Da der verwendete Werkstoff lebensmittelgerecht ist, können die Komponenten auch FDA-zertifiziert und in der Lebensmittel- oder Pharmaproduktion eingesetzt werden.


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