visotec0316Additivierte Fluide werden schon seit langem für vielfältige Dosieranwendungen im automatisierten Umfeld eingesetzt – Tendenz steigend. Die mit der Additivierung häufig einhergehende Abrasivität der eingesetzten Medien zwingt Dosiertechnikhersteller, sich mit dem Thema Verschleiß und dessen Einflussfaktoren auseinanderzusetzen. Viscotec widmet sich dieser Aufgabe mit besonderer Intensität und profitiert dabei von langjähriger Erfahrung:

Bei der Herstellung von LEDs im Automobilbereich können verschiedene Dosierprozesse zur Anwendung kommen: Neben konventionellen Vergussaufgaben am LED Chip sind der Auftrag von Wärmeleitpaste zur gezielten thermischen Abfuhr sowie das Fügen von Komponenten mittels Klebstoffen typische Anwendungsgebiete.

Moderne LEDs sind Hochleistungsprodukte, die – bedingt durch die hohe Energiedichte des Lichts – auch hohe Anforderungen an die verwendeten Materialien stellen. Organische Kunststoffe kommen in diesem Bereich schnell an die Belastungsgrenze und die Auseinandersetzung mit neuartigen Kunststoffen rückt in den Vordergrund der Materialhersteller. Das Ziel dabei ist, ein möglichst breites Spektrum unterschiedlicher Eigenschaften in nur einem Medium zu vereinen. Im Falle der LED Fertigung sind beispielsweise Lichtstabilität, Temperaturbeständigkeit, UV Stabilität, Alterungsbeständigkeit und hohe Haftung von entscheidender Bedeutung.

Herstellerseitig wird diese Vielseitigkeit der Materialeigenschaften häufig durch sog. „Additivierung“, der Zugabe von Füllstoffen mit spezifischen Charakteristika, erreicht. Im Medium selbst sorgen diese Füllstoffe oftmals für einen Anstieg der Dichte und für hohe mechanische Aggressivität gegen die Dosierkomponente. Die Exzenterschneckenpumpe von Viscotec hat die Eignung für abrasive Medien bereits vielfach unter Beweis gestellt und tut dies nun wieder: In einem Dauerlaufversuch im hausinternen Technikum wurde die Verschleißfestigkeit des Stators zuerst in 180.000 Zyklen Mengendosierung und danach im Dauerbetrieb erprobt. Das Prüfmedium, ein mit Aluminiumoxid gefülltes RTV-Silikon, wurde aus einem Hobbock entnommen und dem Dispenser 4RD6-H EC aus der RD-Serie zugeführt. Gemäß der Anforderung aus der Automobilindustrie wurde eine Punktdosierung mit 0,027 ml je Schuss als Scheinwerferklebung simuliert. Dreimal täglich wurden die Temperatur- und Druckwerte am Pumpenausgang erfasst und Dosierschüsse ausgewertet. Die Ergebnisse zeigen eine hohe Konstanz der erfassten Parameter und keine Indikation für Verschleiß.

Auch die Statorgeometrie wurde vor und nach dem Dauerlaufversuch in der Qualitätssicherung mittels Computertomografie vermessen und ausgewertet. Sowohl optisch als auch maßlich waren keinerlei Mängel festzustellen. Der Dispenser konnte somit für diese Anwendung qualifiziert werden.
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