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Dienstag, September 19, 2017
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ephy mess0317Soll die Offshore Windkraftanlage abgestellt werden, oder kann diese trotz des Risikos eines möglichen Folgeschadens beispielsweise am Hauptlager weiterlaufen? Ein unklares Signal vom Temperatursensor-Überwachungssystem der Anlage gibt Anlass für diese Frage. Die schwierige Entscheidung „Abstellen oder weiterer Betrieb“ kann nun ein neuartiger redundanter Temperatursensor von Ephy-Mess abnehmen.

Durch Beibehaltung einer weitverbreiteten Gehäusebauform, der Verwendung gängiger Maße kann der neue Sensor in sehr vielen Fällen ohne mechanische Änderungen an vorhandenen Lagern oder Getrieben eingebaut werden kann. Neu ist im Gegensatz zu üblichen CMS-Verfahren, wo ein Fehlersignal aus einer Vielzahl von Daten herausgefunden werden muss, ein aktiver Signalausgang. Dieser bietet im Fehlerfall eine eindeutige Anzeige. Die im Sensorkopf integrierte Elektronik prüft zyklisch beide im gleichen Gehäuse eingebauten Temperaturfühler auf Funktionsfähigkeit und schaltet bei einem Ausfall auf den Reservesensor um. Gleichzeitig wird über den separaten Signalausgang eine Störungsmeldung ausgegeben. Eine Stromschleife mit Ausgang 4 bis 20 mA schließt z. B. durch externe Störeinstrahlung verursachte Messwertverfälschungen aus.

Der Sensor ist mit einem Messbereich von -40° bis +110 °C und für Umgebungstemperaturen von -40° bis +65 °C spezifiziert. Ein zusätzlicher Vorteil liegt im reduzierten Verkabelungsaufwand; bei bisher üblichen Systemen mit zwei separaten Sensoren werden zwei Leitungen benötigt. Mit dem neuen Sensor kann in der Steuerung eine der sonst erforderlichen zwei Eingangskarten entfallen, da ab dem Temperatursensor nur noch eine Signalleitung zur Steuerung führt.

Gerade für Offshore-Anwendungen spielen Wartung und damit auch Lebendsauer von Komponenten eine wichtige Rolle. Berechnungen zufolge beträgt diese für den neuen Sensor bei Betrieb unter maximal zulässiger Umgebungstemperatur von 65 °C deutlich mehr als üblich – und zwar mehr als 25 Jahre.
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