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Freitag, Dezember 15, 2017
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schunk0312Die Erwartungen an die Fähigkeiten von Servicerobotern im häuslichen Umfeld sind hoch: Sie sollen sich intuitiv dem Menschen anpassen, in gewohnter, also menschentypischer Weise kommunizieren und selbst komplexe Greifvorgänge beherrschen. Mit einer anthropomorphen Greifhand möchte Schunk die Entwicklung humanoider Serviceroboter ein großes Stück vorantreiben.

Die Konzeptstudie gibt es sowohl als linke, wie auch als rechte Hand. In Größe, Form, Aussehen und Beweglichkeit gleicht sie verblüffend ihrem menschlichen Vorbild. Mithilfe von insgesamt neun Antrieben können ihre fünf Finger unterschiedlichste Greifoperationen ausführen. Zudem lassen sich zahlreiche Gesten darstellen, wodurch eine visuelle Kommunikation zwischen Mensch und Serviceroboter erleichtert und die Akzeptanz für den Einsatz im menschlichen Umfeld erhöht werden. Der Einsatz von taktilen Sensoren in den Fingern verleiht der Greifhand die nötige Feinfühligkeit, um auch in unstrukturierten und unvorhersehbaren Umgebungen Greif- und Manipulationsaufgaben zu bewältigen.

Elastische Griffflächen gewährleisten einen zuverlässigen Halt gegriffener Objekte. Über definierte Schnittstellen lässt sich die Greifhand mit am Markt vorhandenen Leichtbauarmen wie dem LWA verbinden.

Nach Ansicht von Christopher Parlitz, Referent Servicerobotik bei Schunk, ermöglicht die Fünf-Fingerhand neue Forschungsansätze für den Einsatz von Servicerobotern im unmittelbaren Lebensumfeld des Menschen. „In Studien zur Mensch-Roboter-Kommunikation können mithilfe der gestikulierenden Hand nun neue Wege beschritten werden. Denn die Hand macht erstmals eine realitätsnahe Form der nonverbalen Kommunikation möglich“, so Parlitz.


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