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Montag, Oktober 16, 2017
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kalmbach0416Aluminium Halle 10, Stand C70

Hinterschnitte, außergewöhnliche Konturen, dünne Wandstärken, perfekte Oberflächen: Die Gussteile, die Kalmbach im Kundenauftrag fertigt, stellen häufig besondere Anforderungen nicht nur an den Maschinenpark einer Präzisionsgießerei, sondern auch an das Engineering. Denn je früher gießtechnisches Know-how in die Produktentwicklung einfließt, desto besser und kostengünstiger können z. B. Leichtbauweise oder Funktionsintegration in die Praxis umgesetzt werden.

Dabei gehen die Ingenieure oft an die Grenzen des gießtechnisch Machbaren, während sie mit bestens abgesicherten Konstruktionsergebnissen arbeiten. Denn das Unternehmen nutzt eine Simulations-Software, die sowohl die Formfüllung als auch die Erstarrung praxisgerecht berechnet und abbildet. Thomas Kalmbach: „Auf der Basis der 3D-Daten des Bauteils erhalten wir durch die Simulation eine Fülle von Informationen, die wir zur Optimierung von Form und Bauteilgeometrie verwenden können.“

Die Simulation zeigt zum Beispiel, ob die Abkühlung gleichmäßig verläuft, ob sich Lufteinschlüsse bilden können und ob Formverschleiß zu erwarten ist. Mit diesen Informationen können die Projektierer etwa das Angusssystem modifizieren oder die Fülldimensionierung anpassen, bevor die Form gefertigt wird. Mit diesem Engineering-Werkzeug lassen sich aufwändige Nacharbeiten an der Form vermeiden.

Ein weiteres Engineering-Tool ist ein 3D-Drucker, der nach dem FDM-Verfahren (Fused Deposition Modelling) arbeitet und auf der Basis der CAD-Daten Bauteile aus ABS herstellt. An einem solchen Prototypen lassen sich eventuelle Problemstellen von komplexen Geometrien diskutieren und gezielt verbessern. Es wird festgestellt, in welchen Bereichen eine mechanische Nachbearbeitung erforderlich ist und es werden anhand des Prototypen auch Montageversuche durchgeführt, um schon vor der Erstellung von Werkzeugen die Funktionalität und Passgenauigkeit der Gussteile zu beurteilen.
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