freudenberg0217Freudenberg Sealing Technologies hat ein elektromagnetisches Pulsfügeverfahren für die Herstellung von Membranspeichern entwickelt, das bereits mehrfach ausgezeichnet wurde. Damit führt die bisher kostenintensive Herstellung von Membranspeichern zu weniger Produktionsschritten und Komponenten.

Traditionell bestehen Membranspeicher aus einem Stahlgehäuse mit einem Gas- und einem Flüssigkeitsteil, die durch eine Membran getrennt sind. Steigt der Druck im Ölkreislauf, nimmt der Akkumulator die Flüssigkeit auf. Dabei wird das Gas im anderen Teil des Hydrospeichers komprimiert. Sinkt im Hydrauliksystem der Druck wieder ab, expandiert das Gas und verdrängt die gespeicherte Flüssigkeit zurück in den Ölkreislauf. Bewährte Anwendungen sind in der Automobilindustrie die Energiespeicherung bei Doppelkupplungs- und automatisierten Getrieben, die Pulsationsdämpfung und die hydraulischen Systeme zur Fahrwerksdämpfung. Beim Einsatz in anderen Industriezweigen geht es neben der generellen Speicherung hydraulischer Energie um die Erhöhung von Taktzeiten und die Verkürzung von Hubzeiten in Prozessabläufen. Insbesondere bei Standardanwendungen mit größtenteils geringen Systemdrücken verursacht die Vielzahl der Produktionsschritte und Komponenten allerdings zusätzliche Herstellungskosten.

Mit dem neuen Konzept werden weniger Prozessschritte in der Fertigung benötigt, der Bauteilebedarf reduziert und die Montagezeiten verkürzt. Das Fügen der beiden Gehäusehälften aus Aluminium mit Hilfe der elektromagnetischen Pulsumformtechnik (EMPT) und die Stickstoffbefüllung der Gasseite erfolgen jetzt im gleichen Arbeitsschritt. Elektromagnetisches Pulsumformen nutzt starke magnetische Felder, um elektrisch leitfähige Werkstoffe berührungslos zu formen. Diese Technologie kann auch zum Fügen von zwei gleichartigen oder verschiedenen Werkstoffen eingesetzt werden. Dies nutzt der Hersteller zur stoffschlüssigen Verbindung von Ober- und Unterschale des Membranspeichers. Der Prozess bietet eine hohe Stabilität und Bauteilsauberkeit. Zudem erschließen sich auch mittels des eingesetzten Leichtbauwerkstoffs Aluminium neue Einsatzmöglichkeiten für Membranspeicher, beispielsweise in hydropneumatischen Fahrwerksanwendungen.
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