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Aktuelles über Gehäuse + Schränke

Schaltschrank, Kühlung, Gehäuse, Rechenzentrum, Sammelschiene, Installation

Rittal30315Fachartikel

EMO Halle 3, Stand G03

Auf was sollten Projektingenieure und Techniker heute bei Planung und Installation von IT-Infrastrukturen achten? Schließlich müssen sie die Anforderungen an Elektrik, Klimatechnik und Sicherheit gleichermaßen berücksichtigen. Rittal liefert Antworten auf die häufigsten Fragen bei der Auswahl des passenden IT-Schranks.


Wofür wird der IT-Schrank genutzt?

In einem IT-Schrank kann sowohl Server- als auch Netzwerktechnik untergebracht werden. Die Nutzung des Schranks bestimmt seine Maße. In einem Netzwerkschrank werden einzelnen Komponenten seitlich umfassend verkabelt, wodurch sich die Breite von 800 mm erklärt; die Tiefe beträgt bis zu 1000 mm. Für den reinen Serverschrank reicht eine Breite von 600 mm aus, da sich die Stromkabel auf der Rückseite befinden und seitlich keinen Raum beanspruchen. Der Schrank ist 1000 bis 1200 mm tief. Bei Mischbestückung mit Server- und Netzwerktechnologie in einem Schrank muss die Breite 800 mm betragen, die Tiefe 1000 bis 1200 mm. So lassen sich Netzwerkverteiler, Patchfelder und PDUs zur Stromversorgung sowie größere Mengen an Kabeln bequem installieren. Die jeweils passende Höhe wird über die benötigten Höheneinheiten (HE) ermittelt. Ein Schrank mit 42 HE ist etwa 2 m hoch und heute die meistverwendete Höhe.

Wo steht der Schrank und wie soll er geschützt werden?

Rittal10315IT-Schränke können nicht nur in Rechenzentren, sondern z. B. auch in gewöhnlichen Büroräumen stehen. Der Standort des IT-Schranks entscheidet über den Schutzbedarf/die Schutzklasse, der in der internationalen IP-Norm ausgedrückt wird. Steht der IT-Schrank in einer Büroumgebung ist ein Zugriffsschutz gemäß IP 20 mit einer abschließbaren Tür ausreichend. Abschließbar sollte ein Schrank in einer Produktionshalle sein. Mit Schutzart IP 55 muss er auch über den Schutz vor Staub und Strahlwasser verfügen. In einem abschließbaren Raum sowie in einem geschlossenen Rechenzentrum genügt IP 20. Die Abschließbarkeit der einzelnen Schränke ist nicht erforderlich, da hier ohnehin nur Befugte Zutritt haben.

Den Zugriff auf die Schränke regelt ein elektronisches Schloss, ein Kartenleser oder ein Transponder. Die personifizierte Zugangskontrolle über eine Transponderkarte oder über einen einmalig vergebenen Zahlencode macht nachvollziehbar, wer wann Zugang zum Serverschrank hatte. Über diese Methoden ist auch ein Vier-Augen-Prinzip realisierbar, bei dem sich zwei Personen gleichzeitig identifizieren müssen.

Wie gelingt die Entwärmung?

Die Technologie im Schrank produziert Abwärme, die abgeführt werden muss, um die empfindliche Elektronik zu schützen und ihre Lebensdauer zu erhöhen. Wird ein einzelner Schrank gekühlt, ist das Klimagerät angebaut: Dieses bläst die gekühlte Luft direkt vor die Serverebene. Der Schrank muss eine geschlossene (Glas-)tür haben, damit die Luft nicht in den Raum entweicht. Bei einem Reihen- und Raumkühlungskonzept sind perforierte Türen erforderlich: Die kühle Luft aus dem Raum bzw. Kaltgang muss ansaugbar sein.

Wie funktionieren Stromversorgung und -verteilung?

Rittal20315Eine Anlage zur unterbrechungsfreien Stromversorgung (USV) filtert die für IT-Komponenten schädlichen Spannungsschwankungen heraus. Zudem übernimmt sie dank Akku-Betrieb bei Stromausfall vorübergehend die Energieversorgung. Power Distribution Units (PDUs) verteilen den Strom innerhalb des Racks.

Wie erfolgen Anbindung an Facility Management und Integration in Gebäudeleittechnik? 

Das Facility Management muss vorrangig das Monitoring der äußeren Parameter übernehmen. Hierzu zählt die Temperatur des Kühlwassers, das den Luft-Wasser-Wärmetauschern von außen zur Kühlung der IT-Schränke zugeführt wird. Handelt es sich beim Klimagerät zur Rackkühlung um eine aktive Variante, ist die Überwachung der Luftfeuchtigkeit nötig. Das Monitoring am IT-Schrank – wie die Überwachung von Temperatur, Rauchentwicklung, Stromverbrauch und Vandalismus – muss ebenfalls in die Gebäudeleittechnik integriert sein. Die Monitoring-Lösung sollte unbedingt Standardprotokolle wie SNMP (Simple Network Management Protocol) für die Anbindung an DCIM (Data Center Infrastructure Management-Software (DCIM) oder OPC UA (Object Linking and Embedding for Process Control Unified Architecture für die Anbindung an Gebäudeleittechnik) unterstützen.
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