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Aktuelles über Gehäuse + Schränke

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rittal01135Titelstory

Der Mensch-Maschine-Schnittstelle kommt im Maschinenbau eine hohe Bedeutung zu. Denn nicht nur die Qualität der von der Maschine produzierten Produkte oder der Maschine an sich, sondern auch die einfache und sichere Bedienbarkeit sowie Stabilität und Design der Bedienlösung geben häufig den Ausschlag, wenn es um die Einkaufsentscheidung geht. Das Maschinenbau-Unternehmen Laempe + Mössner setzt an dieser Schnittstelle Tragarm- und Bediengehäusesysteme von Rittal ein, um so eine hohe Gesamtqualität seiner Kernschießmaschinen zu gewährleisten.



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Um Gussteile mit Hohlräumen im Sandformverfahren herstellen zu können, werden Kerne, die im Wesentlichen aus Sand bestehen, benötigt. Diese kommen an der Stelle in die Gussform, an der später der Hohlraum entstehen soll. Zur Herstellung solcher Kerne kommen in modernen Gießereien Kernschießmaschinen zum Einsatz, die aus Sand und Bindemittel die Kerne herstellen. Der Begriff „schießen“ resultiert aus der Funktionsweise der Maschinen, in denen Druckluft den vorbereiteten Sand mit hohem Druck in Bruchteilen einer Sekunde in die Form schießt.

Weltmarktführer für solche Kernschießmaschinen ist das mittelständische Unternehmen Laempe + Mössner GmbH, das 1980 in Schopfheim im Schwarzwald gegründet wurde. Heute sind etwa 300 Mitarbeiter bei dem Unternehmen beschäftigt, dessen Produktionsstätte sich in Barleben, nahe Magdeburg befindet. Neben den Kernschießmaschinen bietet der Mittelständler inzwischen ein umfassendes Portfolio, das Begasungsgeräte, Sandmischer, Sandaufbereitungsanlagen, Kernnachbehandlungs- und Automatisierungslösungen sowie Vernetzung und intelligente Steuerung für die gesamte Kernmacherei beinhaltet.

Moderne Mensch-Maschine-Schnittstelle

rittal01136Die Kernschießmaschinen gibt es in verschiedenen Typenreihen, die sich in dem maximal verschießbaren Sandvolumen und in den Aufnahmemöglichkeiten verschiedenster Werkzeuge für die zu produzierenden Kerne unterscheiden. Auf den größten Maschinen können Kerne bis zu einem Volumen von 400 l hergestellt werden. Die Steuerungsarchitektur ist bei allen Maschinen ähnlich. Eine SPS steuert alle Abläufe innerhalb der Maschine, während ein Panel-PC mit Touch-Bedienung an der Mensch-Maschinen-Schnittstelle zum Einsatz kommt. Hier kann der Bediener alle notwendigen Eingaben vornehmen. Gleichzeitig wird der aktuelle Zustand der Maschine grafisch dargestellt. Neben dem Panel-PC sind noch einige zusätzliche Bedienelemente wie Not-Halt-Schalter, Signalleuchten, Ventile sowie Druckanzeigen notwendig. Sämtliche Komponenten finden in einem Bediengehäuse aus der Serie "Comfort Panel" von Rittal Platz.

rittal01134„Als wir das Steuerungs- und Bedienkonzept der aktuellen Maschinengeneration geplant haben, wollten wir sämtliche Maschinentypen mit möglichst wenig Varianten bei den Bediengehäusen realisieren“, erinnert sich Andre Klavehn, der bei Laempe + Mössner für die Elektrotechnik der Maschinen zuständig ist. Das Gehäuse ist in drei logische Einheiten aufgeteilt: In der Mitte ist der Panel-PC montiert, im unteren Drittel sind Schalter, Leuchten und andere Bedien- und Anzeigegeräte angeordnet. Am oberen Ende befinden sich Druck- und Vakuumanzeigen sowie Ventile zur Bedienung des Pneumatik- und Vakuumsystems. Durch diese logische Gliederung und eine großzügige Auslegung des Gehäuses lässt sich eine gewisse Standardisierung des Bediengehäuses realisieren. „Dies“, so Klavehn weiter, „bietet uns sowohl Vorteile beim Einkauf, wo wir jeweils in einer für uns recht großen Losgröße bestellen können, als auch in der Konstruktion und Elektroplanung.“

Variables Bedienpanel leicht anpassbar

rittal01133Auch bei der Frontplatte des Gehäuses haben sich die Entwickler eine intelligente Lösung einfallen lassen: Die mittlere Frontplatte erhält standardmäßig den Ausschnitt für einen 12“-Panel-PC, der bei den meisten Maschinen zum Einsatz kommt. Wünscht ein Kunde einen anderen Panel-PC, so stehen Reserve-Frontplatten zur Verfügung, die auf einer CNC-Maschine schnell mit dem passenden Ausschnitt versehen werden können. Die obere und untere Frontplatte sind ebenfalls als Standardteile vorhanden. Hier sind in einem Raster alle möglichen Ausbrüche für Bedien- und Anzeigeelemente bereits vorgefertigt. Auf die eigentliche Frontplatte wird dann eine zusätzliche dünne Frontplatte aus Kunststoff geklebt, auf die die Beschriftung aufgedruckt wird. Diese enthält nur die Ausbrüche, die bei der aktuellen Maschine benötigt werden. Durch diesen Aufbau ist es einfach möglich, auch nachträglich noch Schalter oder andere Bedienelemente einzubauen. „Dies ist sogar während der Inbetriebnahme beim Kunden in der Gießerei noch problemlos möglich“, erklärt Klavehn.

Tragarmsystem mit integriertem Halter für Signalleuchten

Um das Bediengehäuse an der Maschine zu befestigen, setzt der Maschinenhersteller das Tragarmsystem CP 120 von Rittal ein. Die Lösung geht aus dem neuen Tragarmsystembaukasten des Herstellers hervor, das für die Belastungsstufen von 60, 120 oder 180 kg – jeweils bezogen auf eine Tragarmlänge von 1 m – über ein durchgängiges Design verfügt.

„Wir setzen diesen neuen Tragarmbaukasten ein, weil wir so mit einem System alle unsere Bedienkonzepte realisieren können“, erklärt Klavehn. Für ihn ist die Stabilität des Tragarmsystems entscheidend: „Mit der Lösung von Rittal haben wir uns für ein sehr stabiles und zuverlässiges Produkt entschieden. In der Vergangenheit hatten wir hier mit Produkten anderer Lieferanten schon manchmal Probleme.“

Auch die konstruktiven Details des Tragarmsystems bieten dem Maschinenbauer einige Vorteile: So sind die Winkelstücke, die den horizontalen mit dem vertikalen Teil des Tragarms verbinden, mit einer integrierten Halterung für Signalleuchten erhältlich. Solche Signalleuchten zeigen bei den Kernschießmaschinen beispielsweise den aktuellen Zyklus der Maschine oder eine Störung an. „Früher hatten wir diese Signalleuchten teilweise direkt auf der Maschine montiert“, erinnert sich Klavehn: „Die Position am Winkelstück des Tragarms eignet sich aber deutlich besser, da der Maschinenbediener sie dort praktisch aus jeder Position sehen kann.“ An den integrierten Halter lassen sich die standardmäßig verwendeten Signalleuchten im Handumdrehen einbauen, ohne dass zusätzliche Arbeitsschritte wie Bohren oder Fräsen notwendig wären.

rittal01132Insgesamt lässt sich das Tragarmsystem sehr einfach montieren. Die drei verschiedenen Größen sind zueinander kompatibel und lassen sich durch Systemadapter miteinander kombinieren. Bei der Installation und der Inbetriebnahme einer Maschine vor Ort zeigen sich weitere Vorteile: So kann der bereits montierte Tragarm sehr einfach justiert werden. Der Anwender entfernt einfach eine Abdeckkappe am Wand-/Aufsatz-Gelenk oder am Winkelstück zwischen den Tragarmelementen und erreicht so die beiden Justierschrauben. Auch der Drehwinkel des Tragarms lässt sich entsprechend einfach mit einer zusätzlichen Schraube am Drehkranz begrenzen. „Dies ist notwendig“, sagt Klavehn, „um beispielsweise zu verhindern, dass das Bediengehäuse bis in den durch Lichtvorhänge geschützten Gefahrenbereich geschwenkt werden kann.“

Zudem bieten die Tragprofile des Systems ausreichend Platz für die notwendigen Leitungen. „Die Anzahl der Leitungen zwischen Maschine und Bediengehäuse hat durch den Einsatz von Bussystemen zwar abgenommen“, so Klavehn, „doch bei uns müssen zusätzlich einige Pneumatikleitungen mit in den Tragarm passen.“ Auch wenn einmal bei der Inbetriebnahme oder bei einer Erweiterung der Maschine eine zusätzliche Leitung benötigt wird, stellt dies kein Problem dar. Selbst nach der Montage ist der Tragarm an mehreren Stellen leicht zugänglich, sodass zusätzliche Leitungen eingezogen werden können.

Durchgängigkeit zeugt von Zufriedenheit

Laempe & Mössner rüstet inzwischen praktisch alle Maschinen mit den Bediengehäusen und den Tragarmen aus dem Systembaukasten von Rittal aus. Bisher hat man bei dem mittelständischen Maschinenbauer stets positive Erfahrungen gemacht. Neben dem ansprechenden Design, das gut zu den modernen Kernschießmaschinen passt, konnten vor allem die hohe Qualität und die durchdachte Konstruktion überzeugen. „Die Zusammenarbeit mit Rittal“, fasst Klavehn seine Erfahrungen zusammen, „funktioniert dabei stets reibungslos.“

Die Autoren sind Stefan Körner, Produktmanager, Produktmanagement Enclosures und Hans-Robert Koch, Fachreferent Industrie, Presse- und Öffentlichkeitsarbeit, beide Rittal, Herborn.


weiterer Beitrag des Herstellers          Tragarm-Konfigurator        Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

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