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Aktuelles aus der Kommunikation

Bussystem, Ethernet, Profibus, Modbus, RFID, Internet of things, Industrie 4.0

eaton0215Fachartikel

Achema Halle 5.0, Stand D62

Eaton erweitert die Einsatzmöglichkeiten von „Smartwire-DT“ außerhalb des Schaltschranks. Mit den IP67 Ein-/Ausgangsmodulen können Anwender nun Sensoren und Aktoren im Feld direkt in das Kommunikationssystem einbinden. Folglich stehen Maschinenbauern neue Möglichkeiten, hohe Freiheitsgrade und verbesserte Diagnoseinformationen für IP67-Systemarchitekturen zur Verfügung.



Sowohl der Bau neuer Anlagen als auch das Umrüsten existierender Maschinen lässt sich mit reduziertem Verkabelungsaufwand und Materialeinsatz realisieren. Von der Projektierung über die Konstruktion bis zu Montage und Demontage profitiert der Anwender in vielen Fällen von deutlichen Systemvereinfachungen.

Konventionelle Architekturen zur Anbindung von Sensoren und Aktoren an die Maschinensteuerung sind häufig mit Herausforderungen verbunden: Bei zentralem Aufbau und räumlich ausgedehnten komplexen Anlagen geht die Verkabelung in der Regel mit hohem Materialaufwand und Arbeitseinsatz einher; bei dezentralem Aufbau mit Remote I/Os in abgesetzten Schaltschränken oder IP67-E/A-Modulen an der Maschine passt oft die Granularität der Anschlüsse nicht mit der Anzahl oder dem Typ der vorhandenen Peripherie zusammen, sodass in unnötige Hardware investiert wird. Erweiterungen sind in den meisten Szenarien schwierig.

99 Teilnehmer über 600 m verbunden

eaton20215Eaton bietet hierfür nun einen Lösungsansatz: Über das Smartwire-DT-Netzwerk lassen sich maximal 99 Teilnehmer verteilt über eine Strecke von bis zu 600 m direkt mit der Steuerung verknüpfen. An die IP67 Ein-/Ausgangsmodule können Anwender die Sensoren aus dem herstellereigenen Portfolio anbinden, das von mechanischen Positionsschaltern bis hin zu hochfunktionalen induktiven, optoelektronischen und kapazitiven Sensoren reicht. Da die Module mit einer standardisierten M12-Schnittstelle ausgerüstet ist, besteht jedoch darüber hinaus die Möglichkeit, alle am Markt üblichen Sensoren und Aktoren mit M12-Stecker direkt in das Smartwire-DT-Netzwerk einzubinden. Bei Sensoren mit eigener Versorgung lässt sich durch Messung der Stromaufnahme überprüfen, ob der Sensor angeschlossen ist. Folglich kann der Anwender, einfach seine Installation überprüfen. Zudem signalisiert das Modul vor Ort optisch aus jeder Einbauposition seinen Netzwerkstatus und ob eventuell eine Diagnosemeldung vorliegt.

Individueller Anschluss erlaubt optimale Zuordnung

Die Vorteile dieser Architektur werden bei vielerlei Anwendungen deutlich: Kommen unterschiedlichste Sensoren und Aktoren in digitaler oder analoger Ausführung zum Einsatz, so erlaubt die Verwendung der Smartwire-DT E/A-Module die optimale Zuordnung. Denn jeder Sensor oder Aktor wird individuell angeschlossen. Bei verteilten Anwendungen wie Förderbändern ist eine Installation der benötigten Sensoren auf einer Länge von 600 m möglich. Die direkte Zuordnung des Moduls an den Sensor verkürzt hier drastisch die bisher notwendige Verkabelung. Der Maschinenbauer kann nun sehr flexibel die benötigten Kabel führen und an den jeweils gewünschten Positionen einzelne Sensoren oder Aktoren installieren. Dabei lassen sich digitale und analoge Ein/Ausgänge beliebig kombinieren.

Besteht später die Notwendigkeit, zusätzliche Sensoren anzuschließen, so ist das Netzwerk mit neuen IP67-Modulen einfach und schnell erweiter- oder umrüstbar: An der gewünschten Stelle wird einfach eine neue Einheit installiert. Investieren müssen Maschinenbauer dabei nur in die für die Funktionalität tatsächlich benötigte Peripherie. Für den optimalen Einsatz enthält das Produktsortiment hierzu Ausführungen zum Anschluss von ein, zwei oder vier Sensoren.

Installieren per Clip auf die Hutschiene

Um für den Anwender die Installation des IP67-Moduls möglichst einfach zu gestalten, besteht neben der Schraubbefestigung auch die Möglichkeit, die Einheit über handelsübliche Installationsclips auf der Hutschiene oder auf Montageprofilen zu befestigen.

Bei der Integration von Smartwire-DT in Automatisierungskonzepte haben Anwender generell die Wahl: Entweder sie setzen eine beliebige SPS über Gateways wie Profibus-DP, CAN open, Modbus-TCP, Etherne tIP, Profinet, Powerlink und Ethercat ein oder sie verwenden eine von Eatons Steuerungen mit integrierter Smartwire-DT-Schnittstelle wie die HMI/PLCs der XV100-Reihe. Mit letzteren lassen sich durch einfache und gradlinige Konzepte schlanke Lösungen mit weniger Komponenten gemäß der Lean Solution Strategie des Automatisierers realisieren.
Bild oben: Mit den IP67 E/A-Modulen können Maschinenbauer nun Sensoren und Aktoren von beliebigen Herstellern über M12-Steckverbindungen in ein Smartwire-DT-Netz einbinden.

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