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Aktuelles über Getriebe

Planeten, Stirnrad, Schnecken, Winkel, Zahnrad, Zahnstange, Servo

PfaffAnwenderbericht

Mit einer Sonder-Hubanlage, basierend auf seinen SHE Spindelhubelementen verkürzt Pfaff Silberblau jetzt die Standzeiten von Verzinkungsanlagen in der Stahlindustrie. Die Temperatur des Getriebeöls wird per Spezialsensor überwacht und durch einen aktiven Kühlkreis auf optimalem Niveau gehalten. Gleichzeitig überwacht ein berührungsloser Fühler permanent die Temperatur an der Spindel und schaltet die Anlage erst bei Überhitzungsgefahr ab.




In der industriellen Herstellung von verzinktem Stahlblech, zum Beispiel für den Einsatz in der Verpackungsindustrie oder im Fahrzeugbau, werden Durchlauf-Bandverzinkungsanlagen eingesetzt. Hier wird ein Blechband kontinuierlich durch ein Zinkbad gezogen und anschließend aufgewickelt. Kernstück dieser Anlagen sind Zinkwannenöfen, in denen das Metall zum Schmelzen gebracht und im flüssigen Zustand gehalten wird. Bei den meisten CGL (Continuous Galvanizing Line) stehen zwei dieser Öfen mit unterschiedlichen Zinklegierungen zur Verfügung und werden je nach Bedarf eingesetzt. Dazu wird der benötigte Ofen aus seiner Parkposition auf einem Schienensystem im Stockwerk unterhalb der Fertigungslinie auf die Hubanlage gefahren und anschließend von dieser in die Fertigungslinie gehoben. Um diese Öfen mit einem Gewicht von rund 500 t um 2 m zu heben, ist ein starkes und vor allem robustes Hubsystem nötig. Hinzu kommt aber noch die immer lauter werdende Forderung der Stahlindustrie nach kürzeren Standzeiten. Denn je kürzer die Taktzeiten der eingesetzten Hubgetriebe, umso flexibler und schneller kann eine Produktionslinie arbeiten.

Angetrieben über zentralen Motor

Mit einer Sonderlösung erfüllt Pfaff Silberblau nun diese hohen Vorgaben eines internationalen Stahlproduzenten. Kernstück der Hubanlage sind vier Hubelemente der Baugröße SHE 200 von Pfaff-silberblau, die durch einen zentralen Motor über Verteilergetriebe und Gelenkwellen angetrieben werden. Die Besonderheit der Anlage des Antriebstechnik-Spezialisten aus Kissing ist die ständige Überwachung der Temperaturen, sowohl des Öls für die Getriebeschmierung als auch der Spindel selbst. Dazu erfasst ein Spezialsensor kontinuierlich die Temperatur des Schmierstoffes. Wird ein voreingestellter Grenzwert erreicht, sorgt ein aktiver Kühlkreis dafür, dass das System auf dem anlagenspezifischen Temperaturniveau bleibt. Die Temperatur der Spindel, die einen sehr wesentlichen Teil der entstehenden Wärme aufnimmt, wird mit Hilfe eines berührungslosen Temperaturfühlers permanent überwacht. Stellt dieser einen unzulässig hohen Wert fest, schaltet die Anlage automatisch ab und verhindert so ein Überhitzen.

Für den Anwender bedeutet dies, dass er die Hubanlage solange betreiben kann, bis eine bestimmte Grenztemperatur erreicht wird und die Anlage automatisch abschaltet. Bei herkömmlichen Anlagen ist dagegen nach jedem Arbeitstakt eine Abkühldauer von bis zu acht Stunden notwendig – das bedeutet teure Stillstandsphasen, die mit dieser Sonderlösung vermieden werden. Der Kühlkreis der Hubanlage besteht aus einem Pumpenaggregat, einem Vor- und Rücklauf sowie einem Öl-Luftkühler mit aufgesetztem Kühlergebläse. Ein Füllstandsensor fragt darüber hinaus den Ölstand im Hubgetriebe ab und erst bei positiver Bestätigung des Füllstandes gibt die Steuerung die Hubanlage frei.

Zentrale Schmierstoffpumpe

Um den manuellen Wartungsaufwand zu reduzieren und gleichzeitig die Spindelschmierung zu optimieren, verfügt die Hubanlage über eine zentrale Schmierstoffpumpe. Sie bringt den Schmierstoff unter Berücksichtigung der jeweiligen Verfahrrichtung beim Heben oder Senken der Last in die relevanten Bereiche des Spindel-Muttersystems ein.
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