

25.01.2012
In Linearachsen von Werkzeugmaschinen und Handhabungseinheiten sind Rollenführungen hochbeanspruchte Bauteile, die unter oft widrigen Bedingungen reibungsarme, hochpräzise Bewegungen ermöglichen sollen. Noch höhere Anforderungen ergeben sich, wenn sie in Maschinen eingesetzt werden, die abrasive Werkstoffe wie Graphit, Keramik oder Sintermaterialien bearbeiten. NSK bietet hierfür ein neues Dichtungskonzept.
Verwendet man für solche Einsatzfälle Rollenführungen mit konventionellen Dichtungssystemen, ist deren Lebensdauer begrenzt und ungeplante Ausfälle werden sich nicht gänzlich vermeiden lassen, weil die abrasiven Partikel ins Innere der Führung dringen. Für diese Anwendungen hat NSK ein wirksames Dichtungskonzept entwickelt.
Bei der V1-Dichtung haben die Entwickler die Dichtungsform und den eingesetzten Werkstoff optimiert. Die Dichtlippe, die sich spaltfrei an das Profil der Rollen-führung anschmiegt, wird aus einem extrem abrasionsfesten Werkstoff hergestellt. Zudem gewährleistet die Konstruktion die Voraussetzung für eine präzise „Aufgabenteilung“ von Abstreifen und Abdichten. Damit bietet sie bestmöglichen Schutz vor dem Eintrag von Verschmutzungen in das Wageninnere.
Besonders wirkungsvoll ist die Dichtung in Kombination mit der K1-Schmiereinheit. Der Schmierstoff ist hier in ein synthetisches Harz inkorporiert, das beim Kontakt mit der Lauffläche kleinste Mengen Öl abgibt. So wird ein sehr ruhiger, reibungsarmer Lauf der Rollenführung unterstützt.
Das dritte Konstruktionselement für diese Linearführungen, die auch unter extre-men Bedingungen und bei der Bearbeitung abrasiver Materialien eine hohe Lebensdauer und Ausfallsicherheit erreicht, ist das Abdeckband. Es gewährleistet, dass sich keine Verunreinigung in den Befestigungsbohrungen ablagern kann und sorgt zugleich für eine vollkommen gleichmäßige Fläche, auf der sich die Dichtung bewegt. Die V1-Dichtung für die Rollenführungen der RA-Baureihen gibt es in den Grö-ßen 35, 45 und 55. Ein deutscher Hersteller von Hochgeschwindigkeits-Fräsanlagen setzt die neuen Linearachsen bereits ein.
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